Formicinae und Dolichoderinae

 

Formicinae (Schuppenameisen) - Allgemeines

Schuppenameisen (Formicinae) vertreten die artenreichste Unterfamilie. Sie verfügen über Giftdrüsen, mit welchen sie Ameisensäure ausscheiden können. Viele Schuppenameisen lassen sich vergleichsweise einfach halten. Dies liegt unter anderem daran, dass sie in ihrem Hinterleib Nahrung speichern können und bei Bedarf wieder hervorwürgen, um Koloniemitglieder zu füttern. Der Großteil aller Formicinen ernährt sich von Kohlenhydraten wie Nektar (Zuckerwasser) und Proteinen (Insekten).

Dolichoderinen (Drüsenameisen) - Allgemeines

Ähnlich den Schuppenameisen (Formicinae) sind auch die Drüsenameisen (Dolichoderinae) in der Lage, Nahrung zu speichern und hervorzuwürgen. Wegen ihrer häufig geringen Größe sind nur wenige Vertreter der Drüsenameisen in der hobbymäßigen Haltung zu finden.

Azteca sp. auf Cecropia cf. peltata (ca. 120 cm).

Azteca sp.

  • Taxonomie: Unterfamilie Dolichoderinae
  • Herkunft: Südamerika
  • Größe: 2 – 4 mm
  • Nahrung: Nektar, Müller`sche Körperchen der Cecropia;
  • Klima, Temperatur: 23 – 29 °C;
  • Nestbau: Kammern der Cecropia;
  • Bepflanzung: Cecropia und andere;
  • Besonderheit: Verschiedene Azteca-Arten besiedeln bestimmte Cecropia-Arten, wie C. peltata. Die Ameisen finden auf den Pflanzen Sollbruchstellen, die den Eingang zu Kammern (Domatien) eröffnen. Die symbiotische Beziehung erstreckt sich außerdem auf die Ernährung der Ameisen, die nur mittels der Pflanze gewährleistet werden kann. Besprechen Sie mit uns die Besiedelung Ihrer Cecropia-Pflanze.    

 

 

Nicht mehr verfügbar.

Camponotus cf. artriceps

  • Taxonomie: Unterfamilie Formicinae, Tribus Camponotini;
  • Verbreitung: tropisches Südamerika
  • Größe: Königin: ca. 20 mm, Arbeiterinnen: 10 - 18 mm;
  • Nahrung: Zuckerwasser, Insekten;
  • Klima: tropisch, feucht-warm;
  • Nestbau: Erd- und holzbewohnende Art;
  • Bepflanzung: fakultativ, Bodendecker, Nektarpflanzen;
  • Beckengröße: Kolonien werden typisch für die Gattung Camponotus relativ groß und sollten daher auf lange Sicht in großen Terrarien gehalten werden. Erst eine große Lauffläche ermöglicht es den Tieren ihr natürliches Verhalten zu zeigen.
  • Besonderheiten: Anspruchslose südamerikanische Holzameise, die in verschiedenen Färbungen auftritt. 

 

Verfügbar:

  • Jungkönigin (2018); 59,00 €
Azteca sp. bei der Ernte.

Azteca sp.

  • Taxonomie: Unterfamilie Dolichoderinae
  • Herkunft: Südamerika
  • Größe: 2 – 4 mm
  • Nahrung: Nektar, Müller`sche Körperchen der Cecropia;
  • Klima, Temperatur: 23 – 29 °C;
  • Nestbau: Kammern der Cecropia;
  • Bepflanzung: Cecropia und andere;
  • Besonderheit: Verschiedene Azteca-Arten besiedeln bestimmte Cecropia-Arten, wie C. peltata. Die Ameisen finden auf den Pflanzen Sollbruchstellen, die den Eingang zu Kammern (Domatien) eröffnen. Die symbiotische Beziehung erstreckt sich außerdem auf die Ernährung der Ameisen, die nur mittels der Pflanze gewährleistet werden kann. Besprechen Sie mit uns die Besiedelung Ihrer Cecropia-Pflanze.     

 

Verfügbar auf Anfrage:

  • Jungkönigin (2018)
  • Jungkolonie
Dolichoderus attelaboides

Dolichoderus attelaboides

  • Taxonomie: Unterfamilie Dolichoderinae, Tribus Dolichoderus
  • Herkunft: Südamerika 
  • Größe: 10 – 13 mm, leicht polymorph;
  • Nahrung: Zuckerwasser, Nektar, Insekten
  • Klima, Temperatur: tropisch, feuchtheiß;
  • Nestbau: In der Natur: Kartonnester unter Blättern, Mooskonstrukte und in hohlen Ästen; In der Haltung: Hohlräume im oberen Bereich des Terrariums, Reagenzgläser;
  • Bepflanzung: üppig, Nektarpflanzen;
  • Besonderheit: Dolichoderus attelaboides lebt in den neuweltlichen, tropischen Regenwäldern arboricol und wechselt häufig die Neststandorte. Nester entstehen in Moospolstern, zwischen den Wurzeln von Epiphyten und in hohlen Ästen. Die Kolonien können recht groß werden und viele Zweignester unterhalten. Eine ihrer Hauptnahrungsquellen scheint Nektar von Pflanzen und Blattläusen zu sein. Dauerhafte Nahrungsquellen werden auf langen Straßen aufgesucht, auch im Terrarium. In der Haltung zeigt sich die Art sehr robust. Die Tiere sind anderen Ameisen gegenüber (Gigantiops destructor, Pseudomyrmex spec.) eher zurückhaltend. Unter entsprechendem Licht kommt die Färbung am Hinterleib zur Geltung. Dolichoderus attelaboides eignet sich ausgezeichnet zur Gesellschaftshaltung. Große, attraktive Dolichoderine.

 

 

Nicht mehr verfügbar:

  • Jungkolonie (2018) 10 - 20 Arbeiterinnen;
Gigantiops destructor begegnen sich beim Trinken.

Gigantiops destructor

  • Taxonomie: Unterfamilie Formicinae, Tribus Gigantiopini;
  • Verbreitung: tropisches Südamerika, Regenwald;
  • Größe: Königin: bis zu 15 mm, Arbeiterinnen: 10 - 15 mm;
  • Nahrung: Zuckerwasser sowie Insekten (Springschwänze, Fliegen und Ähnliches);
  • Klima: tropisch, feucht-warm;
  • Nestbau: Als Nester eignen sich für die G. destructor vor allem Korkröhren und ausgehöhlte Hölzer. Die Ameisen nutzen feuchte Erde, um die Nesteingänge zu gestalten.
  • Bepflanzung: Üppig, Nektarpflanzen;
  • Beckengröße: Die Tiere sollten in großen Terrarien mit üppiger Bepflanzung gehalten werden. Ab einer Größe von 80 cm x 80 cm x 40 cm kommen die Tiere im vollen Maß zur Geltung und können ihr Verhaltensrepertoir zeigen.
  • Besonderheiten: Die Formicine mit sehr gutem Sehvermögen bewegt sich in kleinen Sprüngen von Blatt zu Blatt. Bewegte Gegenstände, wie Personen, werden mit wippenden Bewegungen fokussiert. Anders als die P. apicalis lernt die Gigantiops nicht so schnell und reagiert daher stets auf Bewegungen. Die Tiere fouragiern stets einzeln. Die Art eignet sich zur Vergesellschaftung mit diversen anderen Ameisen.

Nicht mehr verfügbar:

  • Jungkönigin (Schwarmflug Winter 2018),
Dolichoderus cf. bidens im Terrarium bei Sonnenlicht.

Dolichoderus cf. bidens

  • Taxonomie: Unterfamilie Dolichoderinae, Tribus Dolichoderus
  • Herkunft: Südamerika 
  • Größe: 8 – 11 mm, leicht polymorph;
  • Nahrung: Zuckerwasser, Nektar, Insekten
  • Klima, Temperatur: tropisch, feuchtheiß;
  • Nestbau: In der Natur: Kartonnester unter Blättern; In der Haltung: Hohlräume im oberen Bereich des Terrariums, Reagenzgläser;
  • Bepflanzung: üppig, Nektarpflanzen;
  • Besonderheit: Dolichoderus cf. bidens lebt in den neuweltlichen, tropischen Regenwäldern arboricol. Unter großen Blättern bauen diese Ameisen Kartonnester. Die Kolonien können recht groß werden und viele Zweignester unterhalten. Eine ihrer Hauptnahrungsquellen scheint Nektar von Pflanzen und Blattläusen zu sein. Dauerhafte Nahrungsquellen werden auf langen Straßen aufgesucht, auch im Terrarium. In der Haltung zeigt sich die Art sehr robust und nistet in Reagenzgläsern im oberen Bereich des Terrariums. Kartonnester werden unter sehr feuchten Bedingungen - nachts, nach dem Beregnen -  gebaut. Als Material dafür kann in der Haltung Cocos-Substrat verwendet werden. Die Ameisen verwenden es sogar wieder, wenn sie umgezogen sind.  Die Tiere sind anderen Ameisen gegenüber (Gigantiops destructor, Pseudomyrmex spec.) eher zurückhaltend. Unter entsprechendem Licht kommt die Färbung am Hinterleib zur Geltung. Dolichoderus cf. bidens eignet sich zur Gesellschaftshaltung.

Nicht mehr verfügbar.

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